Kabel, Kühlerschläuche oder andere Gummiteile im Motorraum von Autos üben eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf Marder aus. Warme Motoren und verführerischer Gummigeruch locken die bis zu drei Kilogramm schweren und 70 cm langen Nager bei sinkenden Temperaturen wieder verstärkt an.
Selbst stabilste Schläuche knabbern die nachtaktiven Tiere oft in wenigen Stunden durch. Schwerste Schäden am Fahrzeug können die Folge sein – etwa wenn ein Kühlwasser-Totalverlust nicht rechtzeitig bemerkt wird und der Motor überhitzt. In betroffenen Gegenden legen viele Autofahrer nachts ein Stück Maschendraht unters Auto, denn diesen Untergrund meiden Marder angeblich. Dünnere Kabel und Schläuche kann man mit Hartkunststoff-Rohren ummanteln. Halbwegs zuverlässig schützen allerdings nur teure technische Hilfsmittel – Mardersensoren, die Bewegungen im Motorraum wahrnehmen und Stromstöße verteilen oder hochfrequente Geräusche aussenden, die für den Marder unangenehm sind. Die Bedingungen der Versicherer bei Marderschäden sind nicht einheitlich: Je nach Anbieter und Tarif können Schäden durch Marderbisse im Teilkaskoschutz für Kraftfahrzeuge enthalten sein oder auch nicht. Kundenfreundliche Verträge sehen aber zumindest Ersatz für direkte Bissschäden an Kabeln, Schläuchen und Manschetten vor. Schauen Sie in Ihren Vertragsbedingungen nach. In vielen Fällen liegt der tatsächliche Schaden unter der in der Teilkasko vereinbarten Selbstbeteiligung, so dass der Versicherte die Reparatur ohnehin aus eigener Tasche zahlen muss.
Indirekte Folgen, zum Beispiel Motorschäden durch Überhitzung wegen ausgelaufenem Kühlwasser sind in aller Regel nicht mitversichert. Nur die Premiumtarife einiger Versicherer leisten bis zu einer bestimmten Schadenhöhe auch dann Ersatz, wenn nach Marderbiss beispielsweise Aggregate in Mitleidenschaft gezogen wurden.
Hinzugefügt: Czwartek 27-09-2007 o godz. 23:12 || Czytano: 1407